Geburt ohne Wehen: Heute Nachmittag hat unter Koordination des Dachverbands der Kulturfördervereine und der Engagementstiftung Sachsen ein sächsisches Landesnetzwerk der Kulturfördervereine das Licht der Welt erblickt.
Der Zusammenschluss der Fördervereine will Belange kultureller Einrichtungen sparten- und einrichtungsübergreifend gegenüber Politik, Gesellschaft, Öffentlichkeit und Wirtschaft kommunizieren, um Kultur als Fundament unseres Zusammenlebens zu stärken. Außerdem soll das Netzwerk den Austausch der Fördervereine untereinander unterstützen, sei es durch Erfahrungsaustausch oder sei es durch gemeinsame Aktivitäten. In unseren Vereinen gibt es oft gleichartige Herausforderungen, bei deren Bewältigung der Blick auf Lösungen im „Nachbarverein“ eine gute Hilfe sein kann.
Das Deutsche Hygiene-Museum hat mit seinen bestens ausgestatteten Tagungs- und Seminarräumen einen perfekten Rahmen für das Gründungstreffen bereitgestellt. Ganz herzlichen Dank dafür an die Direktorin des Museums, Frau Dr. Edenheiser, und ihr Team!
Die ca. 30 teilnehmenden Vereine haben sich auf eine Arbeitsstruktur und konkrete Themenarbeit verständigt, die in den nächsten Wochen begonnen wird. Die Überschriften „Praxisaustausch und Hilfe durch Zusammenarbeit“, „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Zusammenarbeit mit (externen) Partnern“ stecken einen ersten Rahmen ab. Auf diesen Feldern soll durch konkrete Maßnahmen unsere jeweilige Vereinsarbeit Unterstützung finden. Ohne bürokratischen Wasserkopf wollen wir den Anliegen unserer Einrichtungen mehr Gehör verschaffen. Konkrete Zielbeispiele: Einbeziehung als Träger öffentlicher Belange bei Verwaltungsentscheidungen mit Wirkung auf kulturelle Einrichtungen; bessere Berücksichtigung bei der Zuweisung von Buß- und Strafeinstellungsgeldern.
Nach Auskunft des Dachverbandes der Kulturfördervereine haben Erfahrungen aus anderen Bundesländern gezeigt, dass Vernetzungsarbeit die Sichtbarkeit der Angebote und damit unsere Unterstützung der Kultur befördert. Schön, wenn das auch in Sachsen gelingen sollte! Wir freuen uns darauf und werden das Kosten/Nutzen-Verhältnis unseres Engagements im Blick behalten.
Von Belang für uns als Freundeskreis und unsere Arbeit für das Museum: Die Netzwerkarbeit kostet unser Budget aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden kein Cent. Jede Spende und jeder neue Mitgliedsbeitrag kommt weiterhin nur den Projekten des Museums zu Gute. In diesem Punkt setzen wir unsere über 30jährige Tradition gerne fort.
